Lake DistrictLake District

Start


Wanderungen


Fotogalerien


Reiseinformationen

Dalegarth Station der Ravenglass & Eskdale Railway

Reiseinformationen zum Nationalpark in der Grafschaft Cumbria

SeiteReiseinformationen

Geografie

Das Lake District ist ein Nationalpark in der Grafschaft Cumbria im Nordwesten Englands. Die Region liegt etwa 130 Kilometer nördlich von Manchester. Im Jahr 2017 erhielt der 2362 Quadratkilometer große Nationalpark den Status eines UNESCO-Welterbes. Die Berg- und Seenlandschaft des Lake Districts mit ihren obendrein zahlreichen archäologischen Stätten und Monumenten besticht in der Tat durch ihre beeindruckende Schönheit. Der Nationalpark des Lake Districts hat eine kreisförmige Geometrie mit etwa 55 Kilometern Durchmesser.

Die höchsten Gipfel des Lake Districts erreichen fast 1000 Meter. Der höchste Berg, der zugleich der höchste Berg Englands ist, ist der Scafell Pike, misst 978 Meter und liegt im westlichen Lake District. Neben Berge gibt es, wie der Name Lake District ja sagt, im Nationalpark zahlreiche Seen. Der größte See mit etwa 15 Quadratkilometern ist das Windermere, das im Süden liegt. Die Namen der Seen enden meistens auf »mere« oder »water«. Die kleinsten Seen und Teiche werden »Tarns« genannt. Diese Kombination aus Bergen, Seen und Tälern und die verschiedenen Farben der Felsen, des Wassers und der Vegetation machen aus dem Lake District ein hervorragendes Wandergebiet, das dem Wanderer entzückende Panoramen bietet.

Von Manchester kommend ist das Städtchen Windermere am gleichnamigen See und der Nachbarort Bowness das Einfallstor im Süden. Im weiteren Verlauf durchquert die A591 das Lake District von Süd nach Nord. An ihr liegen die weiteren größeren Orte Ambleside und Keswick. Jeder dieser Orte hat aber nur einige Tausend Einwohner. Alle anderen Dörfer sind kleiner. Insgesamt hat das Lake District in den Grenzen des Nationalparks übersichtliche 41.000 Einwohner.

Tourismusbüro

Die Behörde des Lake District Nationalparks unterhält eine Website, die als erste Anlaufstelle zur Informationsbeschaffung dient. Es gibt einen »Blog« mit aktuellen Beiträgen zu Wanderungen, Unterbringung und Aktivitäten und im Kapitel »Learning« gibt es Wissenswertes zur Region. Die wertvollsten Informationen gibt es im Kapitel »Visting«: Die Gegend um acht Seen wird beschrieben samt dortigen Aktivitäten. Von den zahlreichen möglichen Aktivitäten interessierte ich mich am meisten fürs Wandern. Einige Wanderungen werden vorgeschlagen und beschrieben. Des weiteren gibt es Informationen zur Besuchsplanung, Unterbringung, Karten und Wetter. Informationszentren der Behörde vor Ort gibt es in Bowness-on-Windermere, Keswick und Ullswater.

Eine Institution der man ständig im Lake District begegnet ist der britische »National Trust«. Er ist eine gemeinnützige Organisation, die das kulturelle und landschaftliche Erbe von England, Wales und Nordirland betreut, schützt und pflegt. Zum seinem Eigentum gehören Gebäude, Gärten, Schlösser, Kirchen und Landstriche, darunter ein Viertel des Lake Districts. Seinen Besitz öffnet der »National Trust« den Besuchern gegen eine Eintrittsgebühr für die Denkmäler, sofern man nicht Mitglied ist. Die Landstriche sind frei zugänglich, aber nicht die Parkplätze, siehe Abschnitt »Mobilität«.

Reiseplan

Ich habe die Reise ins Lake District nicht über einen Reiseveranstalter, sondern selbst im Internet gebucht. Dabei gilt das Lake District ohnehin nicht als Pauschaldestination. Ich wollte mit wechselnden Standorten, die ich zum Teil vor Ort organisierte, flexibel sein. Die Reise besteht grundsätzlich aus drei Komponenten: Flug, Unterbringung und Mietwagen. Einen geeigneten Flug fand ich über die zahlreichen Flugbuchungsportale im Internet, siehe Abschnitt »Fluggesellschaften«. Den Mietwagen fand ich über ein entsprechndes Portal ebenso im Internet, siehe Abschnitt »Mobilität«. Ich plante alle Gegenden des Lake Districts zu besuchen und dort Wanderungen zu unternehmen. Eine Reisedauer von etwa zwei Wochen könnte ausreichend sein, aber ich bangte um die Stabilität des Wetters und wollte mehrere Schlechtwettertage einplanen. Somit entschloss ich mich zu einer Reisedauer von gleich vier Wochen. Sollte ich beim Wetter viel Glück haben und meinen Reiseplan zügig abarbeiten können, dann könnte ich eventuell vorzeitig abreisen, weswegen ich den Rückflug flexibel gebucht hatte. Ich wählte den Mai als Reisemonat. Er ist fürs Lake District der Monat mit der statistisch geringsten Niederschlagswahrscheinlichkeit und der Frühling ist in vollem Gang, siehe Abschnitt »Wetter«. Dazu kommt, dass der Mai noch vor der Hochsaison liegt und ich somit eine relative Ruhe genießen konnte und mich nicht sorgen musste um belegte Unterkünfte. Denn diese wollte ich vor Ort regeln. Denn je nach Wetterlage und Fortschritt meiner geplanten Aktivitäten konnte ich im Voraus nicht wissen, wo ich mich wann für wie lange aufhalten würde, siehe Abschnitt »Unterbringung«. Und für eben diese Aktivitäten ließ ich mich von einigen Wanderführern inspirieren, siehe Abschnitt »Wanderführer«.

Reiseplan

Reiseplan

Lake District 2018

Fluggesellschaften

Die schnellste und bequemste Anreise erfolgt mit einem Direktflug von einem deutschen Flughafen zum internationalen Flughafen von Manchester (Code »MAN«). Direktflüge von Deutschland werden von den Fluggesellschaften »Lufthansa« bzw. »Eurowings«, »EasyJet« und »Ryanair« angeboten. Je nach Abflugort kann sich jeder in den Flugbuchungsportalen einen geeigneten Flug raussuchen. Ich zahlte für einen Flug im Mai mit Lufthansa ab München 160 Euro inklusive Koffer und Gebühren bei einer Buchung vier Monate im Voraus. Die Weiterfahrt ins etwa 130 Kilometer entfernte Lake District erfolgt mit dem Mietwagen, siehe Abschnitt »Mobilität«.

Fluggesellschaften

Fluggesellschaften

Lufthansa

easyJet

Ryanair

Mobilität

Für die Fortbewegung vom Flughafen zum Lake District und innerhalb des Nationalparks ist ein Auto unerlässlich. Ich habe das Auto benutzt um viele Straßen im Lake District abzufahren und um zum Ausgangspunkt der Wanderungen zu gelangen. Da im Lake District viele Straßen schmal sind, ist es praktisch beim Passieren des entgegenkommenden Verkehrs ein kleines, agiles Auto zu haben. Für die ganze Verweildauer hatte ich einen kleinen Mietwagen ab/bis Flughafen Manchester gemietet. Ich empfehle zur Orientierung das nachstehende Vergleichsportal zu nutzen und beim günstigsten Anbieter dessen eigene Internetseite zu besuchen. So fand ich einen Kleinwagen der Kategorie A bei »Easirent« für 15 Euro täglich bei einer Mietdauer von 28 Tagen. Das fand ich spottbillig.

Das Auto, ein neuwertiger Toyota Aygo, war in sehr gutem Zustand. Aber Vorsicht! Die Firma »Easirent« hat es zum Geschäftsmodell gemacht den Kunden das Geld mit unlauteren Praktiken jenseits des reinen Mietpreises aus der Tasche zu ziehen. Ich selbst bin noch glimpflich davon gekommen und habe die Kaution von 1250 Pfund letztendlich doch noch nach unglaublichen sieben Wochen zurückbekommen. Im Internet gibt es sehr viele Beschwerden von Geschädigten dieser Banditenfirma. Hätte ich diese Kommentare nur vorher mitbekommen...

Das Parken innerhalb des Lake Districts kann eine kostspielige Angelegenheit werden. Die Straßen im Lake District sind oft schmal und von Mauern eingezäunt. Somit kann man häufig nicht einfach am Straßenrand parken. Dafür gibt es recht viele offizielle Parkhäfen und die sind nach dem »Pay and Display«-Prinzip kostenpflichtig. Die Preise sind happig und betragen im Durchschnitt vier Pfund halbtägig bis acht Pfund ganztägig. Viele solcher Parkplätze werden vom britischen »National Trust« verwaltet und betrieben. Da ich vier Wochen im Lake District verbringen wollte, käme so eine stattliche Summe an Parkgebühren zusammen. Und somit entschied ich mich für eine Jahresmitgliedschaft beim »National Trust« für 69 Pfund, da Mitglieder auf dessen Parkplätzen frei parken können.

Bekanntlich herrscht in England Linksverkehr. Da ich bislang alle linksfahrende Länder gemieden hatte, war diese Umstellung für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig. Alle Bedienelemente am Lenkrad und im Fußraum sind wie beim deutschen Auto angeordnet, nur eben alles nach rechts versetzt. Schalten muss man folglich mit der linken Hand. Links fahren und mit der linken Hand schalten stellten sich bald als problemlos heraus. Lediglich an Kreuzungen und Kreiseln ist maximale Konzentration gefragt.

Während Höhen auf Karten und Schildern generell in Metern statt früher in Fuß angebeben werden, werden Distanzen jedoch weiterhin in Meilen und Yards angegeben. Zur Orientierung: Eine Meile sind 1,61 Kilometer und ein Yard sind 0,91 Meter.

Mobilität

Autovermietung

Rentalcars

Unterbringung

Das Lake District bietet für Touristen eine gute Infrastruktur. Da es eines der beliebtesten touristischen Urlaubsgebiete Englands ist, gibt es viele Möglichkeiten der Unterbringung. Zwar gibt es nicht sehr viele Hotels aber zahlreiche Gästehäuser. Auch bieten viele Privatleute Zimmer mit Frühstück (»B&B«) an. Da ich mehrere Wochen im Lake District verweilen wollte, beabsichtigte ich nicht an einem Standort zu bleiben, sondern mehrere Unterkünfte zu buchen. Dadurch wollte ich zu viel zeitraubende Fahrerei mit dem Auto vermeiden. Um nicht gleich nach meiner Ankunft um eine Bleibe kümmern zu müssen, hatte ich die erste Unterkunft von zu Hause aus gebucht. Dabei entschied ich mich für das Gästehaus »Jerichos« in Windermere im Süden des Lake Districts. Die weiteren Unterkünfte würde ich vor Ort regeln. Dies stellte sich als problemlos heraus, da es wirklich viele Unterkünfte gibt und mein Reisemonat Mai noch nicht als Hochsaison gilt. Letztendlich habe ich in den sechs Unterkünften übernachtet, die ich unten aufgelistet habe.

Reiseführer

Einen Reiseführer der sich ausschließlich mit dem Lake District beschäftigt habe ich in deutscher Sprache nicht gefunden. Zwar gibt es deutsche Reiseführer für ganz England, aber damit geht Informationsgehalt speziell zum Lake District verloren. In der englischen Presse gibt es jedoch reichlich Auswahl. Ich entschied mich für den Führer aus dem Verlag »Rough Guides«. Wie jeder Reiseführer wird mit allgemeinen Informationen zur Region eingeleitet. Der Kern des Reiseführers ist die Beschreibung des Lake Districts in sechs Unterregionen auf 150 Seiten. Jedes dieser Kapitel leitet mit einer Auflistung der Highlights und einer Übersichtskarte ein. Dann werden die Orte beschrieben mit Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten, Unterbringung und Restaurants. Der Reiseführer ist ziemlich informativ, könnte aber mehr Bilder zur visuellen Anregung enthalten. Somit musste ich öfters im Internet nachschauen, ob eine angepriesene Sehenswürdigkeit auch für mich persönlich sehenswert wäre.

Reiseführer

Reiseführer

○ The Rough Guide to the Lake District

Jules Brown und David Leffman

296 Seiten

Preis £ 14,00

Rough Guides

Wanderführer

Was für den Reiseführer gilt, gilt für den Wanderführer ebenso. Es gibt keine große Auswahl in deutscher Sprache. Der einzige Wanderführer der aus dem Verlag »Rother« kommt, behandelt obendrein nicht nur das Lake District, sondern auch noch andere Regionen in Nordengland, die mich allerdings für diese Reise nicht interessieren. Somit habe ich mich in der englischen Presse umgeschaut und konnte mich mit den Wanderführern von »Northern Eye Books« sehr anfreunden. Es gibt zum Lake District mehrere Taschenbücher die jeweils zu einem Typ von Wanderungen zehn derer beschreiben. Jede Wanderung leitet mit einem Steckbrief über Dauer, Länge und Ort ein. Dann folgt die Beschreibung der Wanderung zusammen mit einem Kartenausschnitt und einigen Fotos zur Illustration.

Wenn man durch die verschiedenen Wanderführer blättert, taucht häufiger der Name »Wainwright"« auf. Wainwrights sind jene erwanderbare Berge im Lake District, die der gleichnamige Autor in seinem siebenbändigen Werk »Pictorial Guide to the Lakeland Fells« beschreibt und illustriert. Es sind insgesamt 214 Berge aufgelistet. Allein schon diese Zahl zeigt die vielfältigsten Wandermöglichkeiten im Lake District. Typisch fürs Lake District ist, dass sich sehr viele Wanderungen als Rundgang gestalten lassen und man somit selten denselben Pfad vom Ziel zurück zum Ausgangspunkt nehmen muss. Faszinierend sind außerdem die Gratwanderungen von Gipfel zu Gipfel, die einem erlauben gleich mehrere Wainwrights auf einmal abzuwandern. Während meines vierwöchigen Aufenthaltes habe ich zwanzig Wainwrights bewandert. Die Wanderungen selbst sind meist nicht schwer. Ausgehend von einer Basishöhe von etwa 100 bis 200 Metern im Tal kann man bereits nach 300 bis 400 Höhenmetern schönste Aussichten genießen. Nur die höchsten Berge ab 800 Metern verlangen mehr Anstrengung.

Wanderführer

Wanderführer

○ The Low Fells

Classic walks on the lower fells of the Lake District

Steve Goodier

○ The High Fells

Classic walks on the high fells of the Lake District

Steve Goodier

○ Ridge Walks

The finest high-level fell walks in the Lake District

Carl Rogers

○ Walks to Viewpoints

Walks with the most stunning views in the Lake District

Stewart Smith

○ Walks to Tarns

Walks to the finest tarns in the Lake District

Vivienne Crow

○ Lakeside Walks

The finest lakeside walks in the Lake District

Carl Rogers

Preis je £ 6,00

Northern Eye Books

Wanderkarten

Sehr detaillierte Wanderkarten im Maßstab 1:25000 fand ich im Kartenverlag »Harvey«. Das Lake District wird durch vier Karten abgedeckt. Alle Straßen und Nebenstraßen sind eingezeichnet, sowie viele Wanderwege als Fuß- oder Reitweg (»Footpath« bzw. »Bridleway«). Dazu auch ob der Pfad am Boden existiert, oder als selten begangener wegloser Pfad. Höhenlinien im Abstand von 15 Metern und entsprechende Farbgebung geben detailliert Auskunft über das Gelände. Höhen werden in Metern angegeben. Hilfreich sind die Markierungen von Cafés, Pubs und Parkplätzen. Die Karten aus Polyethylen sind reiß- und wasserfest.

Alle Wanderungen die ich gemacht habe, habe ich mit einem GPS-Tracker aufgezeichnet. Die entsprechenden GPX-Dateien biete ich auf den Seiten der Wanderungen zum Herunterladen und zur weiteren Verwendung in einer geeigneten App an.

Wanderkarten

Wanderkarten

○ Lake District North

○ Lake District East

○ Lake District West

○ Lake District South East

Superwalker XT25

Maßstab 1:25000

Preis je £ 12,95

Harvey Maps

Wetter

England und das Wetter. Berüchtigt für viele Regentage. Tatsächlich garantiert die unmittelbare Atlantiknähe keinen permanenten Sonnenschein. Das Lake District ist sogar die regenreichste Region Englands. Die nassesten Monate gehen von Oktober bis Januar. Und bis März gibt es auch häufig Schneefall im Gebirge. Aber dies sind ohnehin nicht die bevorzugten Besuchsmonate. Zum Wandern eignen sich der Frühling, Sommer und Herbst. Laut Klimatabelle sind die Monate April, Mai und Juni mit immerhin zwölf Regentagen am trockensten und es kann mit sieben Sonnenstunden am Tag gerechnet werden. Somit beschloss ich das Lake District im Monat Mai zu besuchen. In diesem Monat blühen auch die Hasenglöckchen (»Bluebells«), die mancherorts für schöne Farbkontraste sorgen. Bis Anfang Mai sind die gelben Narzissen (»Daffodils«) etwas früher dran. Und im Spätsommer legt die Heide das Lake District in Lilafarben, während im Herbst Goldfarben die Region bezaubern.

Die unten aufgeführte Site gibt täglich einen sehr detaillierten Wetterbericht auf Basis der Wetterdaten von »Met Office«. Es gibt nicht nur ein paar Wettersymbole für Dreistunden-Zeiträume und die üblichen Angaben zu Temperatur und Wind, sondern auch eine ausführliche textuelle Vorhersage und Angaben zu Fernsicht und Gipfelbewölkung. Dazu gibt es in kürzerer Form einen Ausblick für die nächsten Tage. Des weiteren besteigt ein Team von »Fell Top Assessors« regelmäßig die Berge und stellt zusätzliche Wetterdaten bereit. Leider zeigt die Site viel Werbung drum herum.